GUTEN...Moment.......
Aufstehen, Wasser, kotzen (entschuldigung), Durchfall. Halleluja
Raum 105 steht vor den eigenen Toiletten Schlange. Dabei wären heute Präsentationen zu halten. Für Riggi und besonders Maurice sieht es besonders düster aus. Maurice` Nacken sieht zwar wieder besser aus, er dafür umso schlechter. Fieber, Schüttelfrost und, wie für uns alle, das volle Magen-Darm-Programm.
Robert und Christian kneifen die Backen zusammen und bewegen sich zur Einführungsveranstaltung. Schließlich erwartet uns hier ja auch die innerhalb eines Tages, hektisch vorbereitete Präsentation des IGP-Organisators (so zumindest die Betitelung auf indischer Seite während der Einführung).
Im Bauch rumort und blubbert es. Man macht uns immer wieder auf unsere adelige Blässe aufmerksam. Wann fängt er endlich an? Und wie schnell hört er auf? Da, endlich darf er durchstarten. Eine Symphonie der Selbstbeweihräucherung setzt ein. Große Taten voller Verantwortung wurden vollbracht. Schließlich doch noch etwas in diesem Zusammenhang mit über Intercultural „Teamworking“. Hier und da etwas holprig rübergebracht, man hofft die Inder verstehen es nicht falsch. Mir wird schlecht. Habe aber bis zum Ende durchgehalten. Kai checkts aus, dass Robert und Christian ihre erste Präsentation vorziehen können. Über das Projekt...
Tinto hat keine Mühen gescheut und 6 Folien geradezu zugebombt. Immerhin etwas. Während einer der Präsentationen andere Projektgruppen erklärt mir Projektpartner 2, Kitti, dass er überhaupt kein Plan davon hat....Wi----rklich toll, danke. Erste Präsentation ging schnell rum als gedacht. Bei drei Folien mit insgesamt 6 Stichpunkten kann man dann doch nicht so viel ausschmücken. Robert und Christian verlassen den Saal um diesen nicht in ein Quarantäne-Zentrum zu verwandeln. Also auf schnellstem Weg nochmal Wasser gegen die Dehydration geholt und ab zu Maurice und Riggi.
Maurice gehts beschissen. Keine Besserung in Sicht. Alle legen sich wieder hin und Robert und Christian denken über einen Ausstieg aus dem Präsentations-Klim-Bim nach. Immerhin, gutes Wetter :P
Ganz nach Dendemeier`s „Kopf hoch mein Sohn, wenn der Hals auch dreckig ist“ weckt uns der Sani „Präsentationen gehen so in 5 Minuten los“ und ob wir noch etwas bräuchten. Seine Elektrolyte fordern mehr zur Aufgabe des Schluckreflexes auf, als dass sie dem Körper etwas zukommen lassen. Also weg mit dem Zeug.
Mit einer fiesen Verspätung von 2 Minuten erreichen 2 Wracks, mit Sani im Schlepptau, den Präsentationsraum um sich dem Arndtschen „Person-Uhr“-Blick-Kopfschüttler zu stellen. Wenn sich jemand verspäten darf, dann nämlich er, wie er uns später noch einmal deutlich machen wird.
Es sind die zweiten Präsentationen. Also Teambuilding. Wirklich lustige Sachen dabei. Ein Glück hat Kai alles aufgezeichnet. Robert und Christian, bright knights in shining armors, helfen Karan und Rahul aus und übernehmen Maurice und Riggi`s Rollen.
Dann aber nichts wie ab zur Toilette. Es folgen die dritten und letzten Präsentationen. A.Balzer erscheint ca. grandiose 10 Minuten zu spät (persönliche Einschätzung), erhält dafür aber immernoch keinen Applaus. Die Ignoranz gegenüber seines Talents scheint nicht nur auf deutscher Seite zu existieren. Robert macht sein Ding echt gut, dafür dass Oli wirklich fast den gleichen Text hatte (so viel Varianz kann man bei den experiences auch nicht erwarten) und Christian springt nochmal für Maurice ein.
Endlich alles hinter uns gebracht. Mir werden noch ein paar Inderinnen vorgestellt, cool :D aber leider muss ich den Tee zwecks Magendynamik ablehnen. Wieder bemächtigt sich eine eigenartige Peristaltik des gleichen. Also macht endlich euer Foto und wir sind weg...
Naja wenn sie schonmal da sind, gehen Karan, Rahul und Tinto auch gleich mit. Kitti verschwindet auf dem 5 minütlichem Weg spurlos. Kann man nix machen, das Klo is jetzt eh wichtiger.
Karan und Rahul sind verdammt fürsorglich und kennen sich super mit der Verdauung, Essen und Gesundheit aus. Sie bringen uns nach kurzem Früchte und noch mehr Wasser.Robert und Christian wagen sich gemeinsam mit ihnen auf die Straße. Man weiß, es fehlt an irgendwas, so etwa wie nach dem Rausch, aber im Gegensatz dazu hilft hier nix wirklich und Essensgeruch ruft Brechreiz hervor. Außer bei Robert. Der stopft sich gleich mal 2 Sandwiches rein.
Herr Deinzer, kommt zur Visite, um life beim Fiebermessen dabei sein zu dürfen....Ausrede entpuppt sich als Wahrheit und wird akzeptiert. Vordergründig. Arndt, anscheinend auch Hobbymedi, glaubt fest an eine Täuschung.
Zur Zeit wird so ziemlich über Alles und Jeden gelästert, der gerade nicht im Raum ist. Wie schlecht doch dessen oder dessen Referat gewesen wäre. Und mal ehrlich Leute. Auch wenn ich nicht alle mitbekommen habe, waren wirklich einige geradezu eine Frechheit gegenüber den Indern und andere sollte sich lieber Kais Video anschauen, bevor sie sich das Zeug rausnehmen über die Englischkenntnisse anderer zu urteilen. Falls die Person dann natürlich doch noch dazu kam wurde sie herzlichst empfangen. Super, genau mein Ding solche Leute. Selber nix drauf, außer Zahnbelag, verunsichert und nix von Interesse vorweisen können, also mal lästern. Die Führungsriege meint inzwischen, auf Anraten unseres hoch qualifizierten, zertifizierten, ausgebildetem Schamanen, Zimmer 105 hätte „irgend nen Scheiß vom Straßenrand gefressen, die Chaoten“. Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten. Und mit Krankheitsdiagnosen aus dem Mund eines medizinfernen Studenten (okay, Sani-Helfer), sollte man rein rechtlich in Deutschland glaube ich vorsichtig sein.Alles in allem zeigt sich doch durch so etwas hier ein super Team.Darunter findet man doch bestimmt gute Freunde/Teampartner. Wenn sogar Inder sich dazu mit„teachers pet“ äußern, will ich mich hier nicht weiter austoben.
Nun muss man aber auch sagen, dass das zum Glück nicht alle deutschen Studenten betrifft, aber wer sich angesprochen fühlt oder sich wieder erkennt, ja das bist du.
So nun ist es raus und es heißt, hoffen dass man mit nach Mysore kann. 5 Sterne Hotel oder sowas, jedenfalls mit Pool. Wooohoooo.....abwarten was die Free Time für uns bereit hält.
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