Dienstag, 23. Februar 2010

20.02.2010 Bangalore, Indien

Am Montag des 20ten Februar ging es mit dem ICE von Würzburg zum Frankfurter Airport.
Um halb 11 erreichten wir den FRAPORT, dort angekommen ging es direkt zum Check In Schalter und in den Pre-Duty Free-Bereich. Beim Durchschlendern durch die Stores trafen wir, im Airport-Liquor-Store auf unsere, vom Duty-Free-Fieber besessenen Dozenten. Ganz im Sinne der Gastgeschenke wurde eine Studenteneinheit zur Bewachung des persönlichen Hab und Guts abgestellt, sodass die Herrschaften mit der Beschaffung hochprozentiger Gastgeschenke die Belegschaft des Geschäfts in Bewegung halten konnten. 800 € (in Spendeneinheiten) später (in Zeitrechnungen gefühlte 30 Minuten) konnte man schliesslich die nächste Passkontrolle passieren um den tatsächlichen Duty-Free-Store zu sichten. Vollbepackt mit tollen Sachen warteten wir also auf Einlass zum Flieger. Spannender Flug: hinsetzen, chatten, trinken, essen, aussteigen.
Ankunft Bangalore:
Natürlich wurden die sorgfältige verteilten Check-In-Dokumente von manch einem konsequent missachtet, woraufhin man sich natürlich auch dem verunsicherten Ausfüllen des Englisch-sprachigem Formulars widmete. Zum Glück behinderte man dadurch nicht die restlichen Ankünftlinge, hinter denen man sich manierlich deutsch anstellen durfte, wäre man nicht schon auf Indien eingestellt und würde sich anstellen wo man denn gerade wolle.
Zeitersparnis gleich Null, befindet sich auf dem kleinen Schmierzettel ein kleiner Makel, muss man den kleinen Wegwerfzettel umgehend neu ausfüllen. Ab hier kommt einem der Verdacht, dass indische Kontrollzwänge doch sehr den chinesischen ähneln. Passiert man nämlich diese Passkontrolle, folgt 3 Meter später die nächste, danach Gepäckausgabe, gefolgt von evtl. Zollkontrollen.
Für die Raucher: Ja, man muss das Flughafengelände komplett verlassen um der Sucht zu frönen. Andernfalls läuft man Gefahr sich verwunderten und amüsierten Blicken Einheimischer auszusetzen. Ein freundliches Lächeln hilft.
Vom Airport Bangalore, welcher wirklich wunderschön ist und eine moderne Architektur beherbergt, wurden wir von einem Bus, der wohl die größten Blattfedern aller Zeiten hatte zur Christ gebracht.
Speedbumber wurden einfach überfahren und wir kräftig durch die Nacht geschüttelt. Nach knapp 45 Minuten Fahrt sind wir auf dem Campus angekommen. Nach einigen Minuten des Check Ins konnten wir unsere Zimmer beziehen, in unserem Beispiel ist das ein Zimmer aus zwei Schlafzimmern mit jeweils zwei Betten und einem im Vergleich viel zu Großen Vorzimmer. Die Bäder hätte man größere dimensionieren können aber sind vollkommen okay. Immerhin ordentlich und super... such a nice place to sleep. Nach dem die Koffer ausgepackt und die Kleidung in dem nicht all zu großen Kleiderschrank verstaut wurde, sind alle todmüde ins Bett gefallen. Allerdings weckte uns nach einer Stunde schlaf eine Glocke (fünf Uhr morgens) bei der man dachte man schläft direkte unter ihr. Wir sind gespannt ob wir heute Nacht die gleiche zu hören bekommen. (So jetzt beschwerte sich gerade noch Christian dass ihr Licht und ausversehen den Vent ausgemacht habe - nun ja verschlafene Mannschaft hier). Tja weiter zum Tagesablauf, nach dem wir nicht gerade viel geschlafen haben - manche auch gar nicht, weckte uns das Lärmen des Weckers gegen 9 Uhr. Nach einigem hin und her wälzen im Bett sind wir dann doch noch rausgekommen und haben uns unserer Lunch/Breakfast Packet geholt. Auf unserem Zimmer verspeisten wir dieses relativ schnell. Tja und dann hieß es sich auch schon schick machen für die anstehenden Aktivitäten. Sprich Anzug und Co. - modest formal, wie es hier so schön heißt. Probleme gab es leider nur mit den Krawatten für diese, die sie nicht schon in Deutschland gebunden haben bzw. binden lassen haben ;-) Aber auch diese Hürde wurde gemeinsam und mit dem ein oder anderen App gelöst. Hoch leben die Technik!!!!
Als erstes gab es für uns einen Blütenkranz und eine Art Weihung bzw. Begrüßungsritual von indischen Studenten. Anschließend hörten wir uns zwei Vorträge der Professorin des International Offices an. Zuvor, allerdings, konnten wir uns über die musikalische Ader der Inder, in Form eines kleinen Tanzes, überzeugen lassen, welcher sehr überzeugend war und einer Art Folk feat Chor Einlage glich. Um 13 Uhr gab es Lunch und noch ein paar Probleme mit der Deutsch - Englisch - Indischen Verständigung bei der Einrichtung von WLAN Netzwerken. Hoch lebe die Technik!!! ;-)
Nach dem Lunch wurden wir in kleine Gruppen über den wirklich schönen Campus der CU geführt. Jede Uni sollte Palmen auf ihrem Campus haben - vorallem die FH!!! Wir wurden von Masterstudenten im letzten Semester rumgeführt, die Würzburg im letzten Jahr besuchten - was für viel Gesprächsstoff sorgte. Nach etwa 1,5 Stunden Führung über den Campus und einigen Gebäuden sind wir in die große Mall gegangen. Die erste Überquerung der vierspurigen Straße direkt vor der CU sorgte für erste Schrecken und Schmunzlern auf unseren Gesichtern. Unterschätzen darf man den Verkehr hier wirklich nicht, die unzähligen Warnhinweise sind zurecht wiederholt gesagt worden.
Die Mall wirkte eher wie eine in Mall in den USA und nicht in Bangalore - man hatte jedenfalls nicht den Eindruck in Indien zu sein. Im Inneren wurde Standesgemäß von uns erstmal ein Kaffee getrunken, was sollten Informatiker auch sonst machen. Man findet hier unzählige Geschäfte und kleinere Foodstationas. Allerdings wirklich günstiger als deutsche Preise sind bisher nur die Levis Jeans - diese aber dann deutlich. Woran das wohl liegt...
Nachdem wir alle Shops gesichtet hatten, entschieden die wirklich überaus freundliche und zuvorkommenden Masterstudenten der CU uns zu einem ihrer local Spots zu bringen, in dem sie nach langen, harten Tagen in der Uni entspannten. Maccho war ein wirklich super tolles Kaffeehaus in dem wir mit den Studenten über Ihre Zeit in Deutschland redeten, unsere Erfahrung austauschten und einfach eine wirklich angenehme und tolle Unterhaltung führten. Die indische Freundschaftspfeife wurde auch geraucht - Shisha. Allerdings gabe es auch Blue Mountain Kaffee - dem konnte ich natürlich nicht entsagen. Das Lokal war sehr liebevoll und farbenfroh eingerichtet und lud zum chillen und relaxen einfach nur ein!!! Vielen Dank nochmal an Rangar, Meetha und Doopa...!!!
Wir hoffen, dass wir noch etwas Zeit mit Ihnen verbringen können - jedenfalls Nummern und E-Mail Adressen haben wir schon mal getauscht.
Um halb Sieben ging es wieder actionmäßig mit dem Tuk-Tuk zurück zur Mall in der wir unsere Dinner hatten - was wirklich lecker und vor allem günstig war.
Am Abend wurden Maurice und Ich noch von unseren Projektpartner Rahul und Karan an der CU Überrascht - mit Ihnen sind wir noch zwei SIM Karten besorgen gegangen. Thanks Guys! So viel zur Vorstellung der limitierten Sim-Karten pro Einheimischem...
Über unsere kleinen Geschenken haben Sie sich sichtlich gefreut - wir hoffen es schmeckt euch auch... mir zwar nicht, aber das heißt ja nichts!!! Not normal.. :-)
Die Lobby der CU haben sich unsere Studenten mit Ihren Notebooks gesichert und versuchten alle eine Verbindung mit dem WLAN hinzubekommen, was an manchen Stellen geklappt hat, an anderen aber eher nicht so. Mac nP ;-)

So nun ist es spät und ich werde mal schlafen gehen... good night and good luck.
Tomorrow Sightseeing Tour Bangalore... looking forward.

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