Sonntag, 28. Februar 2010

24.02.2010 - Slum & Village I

Tagesanbruch:

Auf zum Frühstück. Das Thema Pünktlichkeit sollte ja nun inzwischen geklärt sein. Alles beim Alten. Pläne für den heutigen Tag: Besuch eines Slums und eines Villages mit erbärmlich ärmlichen Zuständen. Prinzipiell halten das auch alle für eine gute Idee. Sollte man halt mal gesehen haben. Da es dem anscheinenden Kopf hinter dem ganzen India-Gateway-Program (wie wir gelernt haben) zeittechnisch nicht möglich war, eine Präsentation unbekannten Themas fertig zu stellen, nahm man sich lieber mal proforma den Tag frei. Präsentation ohne jegliche Zeit fertig zu stellen scheint wohl eher studentisches Terrain zu sein.

Egal, ab zu den Slums. Hier zeigen sich uns bereits die ärmlichen Verhältnisse unter denen die Menschen hier leben und der Guide erklärt uns die Tätigkeiten der menschlichen Mülltrennungseinheiten, welche durch den Slum patrouillieren. Aber da die Slumbevölkerung noch das Glück hat in Betonhäusern zu wohnen, will natürlich ein jeder noch ärmere Verhältnisse sehen. Aber erstmal zurück zur CU um etwas zu essen.

Hier erfahren wir eine schier unmögliche Wandlung. Präsentationsvorbereitungen können innerhalb von einem Vormittag und vorausgehendem Abend fertiggestellt werden. Die Gruppe ist also wieder komplett. (Woohooo) Es kann sich also ein jeder auf den Weg zur Übernachtung im Village machen. Aber aufpassen!!! Diese heimtückischen Villagebewohner ziehen einen bei jeder sich bietenden Möglichkeit ab. Also, ja keine Wertgegenstände (MP3-Player etc) mitnehmen und unauffällig kleiden.

Gegen Nachmittag erreichen wir das Village. Begrüßung durch Tee. Begeisterung über dortige Zustände scheint sich schon jetzt in manch einem Gesicht nieder zu schlagen. Vielleicht hätte man doch lieber länger an der Präsentation gearbeitet?

Nach der Begrüßung wurden wir geschlossen in die abgedeckte Ladefläche eines alten Transporters verfrachtet. Nach verzweifelten Versuchen der Einschlaf- und Pünktlichkeitsgesellschaft sich den einzigen Sitzplatz neben dem Fahrer zu sichern, welcher vom Guide eingenommen wurde, konnte es dann federlos abgehen. Wir erreichten also eine Art Nachbarvillage in dem wir uns ausgiebig umschauen und deren Armut betrachten konnten. Kai konnte uns hier gut über die Ausbeutung der dort lebenden Bevölkerung durch „Landlords“, welchen das Land, welches diese bestellt, gehört.

Die Bevölkerung war etwas zurückhaltend. So würde sich wohl jeder verhalten wenn man wie Tiere im Zoo stundenlang beobachtet wird. Wir waren aber anscheinend nicht die ersten Armutstouristen. Nach einer kleinen Einlage der örtlichen Schule gegen 20-21Uhr -damit Daddy zuhause in Ruhe seine Frau verprügeln kann- und einer glamourösen Einlage der deutschen Begutachter („Marmor, Stein und Eisen bricht“) ging es zurück zum Übernachtungsort.

Dort angekommen bekamen wir unsere....Matratzen, welche wir in einem Village-üblichem Haus aneinander reihten. Leider passte hier nicht jede Matratze und somit auch nicht jeder Besucher hinein, also wurden ein paar ausgelagert. Schlauerweise wurde das Angebot des Guides, eine bekannte Art der Moskitovertreibung in Form eines schneckenförmigen Räucherstäbchens abgelehnt. Man griff also auf die altbewährte, strombenötigende Form zurück. Blöd nur, dass hier der Strom gegen 22Uhr ausgestellt wird. Ohne Ventilator, dafür aber mit immer mehr Besuchern, fiel nicht jedem das Schlafen leicht. Maurice gefiel es anscheinend. Nachdem allerdings Riggi, Robert und Christian feststellten, dass sie doch alle drei nicht schlafen können, begaben sie sich auf eine dreistündige Nachtwanderung, während der wir feststellten, dass der Strom ab 2Uhr wieder angestellt wird. Ungewöhnlich, aber wir machen weiter. Wir stellen fest, dass wir einfach mal jede Angabe über Vorbereitungen, Aussagen über Pünktlichkeit und Erwartungen ins Gegenteil kehren sollte. Wahrscheinlich hätte man den Strom sonst sogar durchgehend laufen lassen ( :P ). Tatsächlich war die Bevölkerung überaus freundlich. Die Kinder spielten und posierten für Fotos und liefen den Fremden voller Neugier hinterher. Und von den Erwachsenen ging genauso wenig Gefahr aus, wie von sich im Wind biegendem Gras.

Ab in die Hütte und endlich schlafen...voller Vorfreude auf noch mehr Armut.

So kündigte sich nämlich ein Besuch in einem noch ärmeren Village am nächsten Tag an. Ungeplant, aber wenn es noch ärmer geht, darf man sich das wohl nicht entgehen lassen.

Mittwoch, 24. Februar 2010

23.02.2010 - Bangalore ( AEGIS )

Heute morgen wurden wir von ein paar Schulbusen geweckt, die laut hupend mit Vollgas an unseren Zimmer mehrmals vorbei fuhren.
Frühstück von x(egal) bis 8:30Uhr. Beeinflusst durch die Vorbildfunktion der Organisationsleitung, begaben wir uns also punkt 8:30Uhr dort hin. Hat sich gelohnt. Der Zeitplan scheint heute wohl wieder nicht aufzugehen. Es ist 9 Uhr -Treffpunkt. Ebenfalls nach Vorbild der Stammesführer, ließen sich nun auch mal die Studenten etwas mehr Zeit. Halt einfach mal mitdenken, ne.
Wie dem auch sei, stellte sich dann doch noch ein jeder den christlichen Ausführungen unseres indischen Leih-Theologiedozenten. Wer hätte gedacht, dass die Missionierung hier so eingeschlagen hat. Aber in der Auflage findet man die Fans ja überall. Abwarten was aus Herr der Ringe in 1000 Jahren wird....
Naja jedem das, wie er glücklich wird.
Also, weiter im Thema. Haben uns dann durch das Theologiezentrum der Christ-University führen lassen. Typische Kirchenbänke, kein Jesus am Kreuz, weil der Fokus auf der Reinkarnation liegt und die Bücherei mit unendlich vielen Theologiebüchern.
....wer sich dafür interessiert, es gibt auch neben Studenten aus aller Welt, Studenten aus Japan in der Theologie.
Gefolgt wurde der Gang durch die sonnigen Alleen der CU von ein Vorlesung des gleichen Professors im Universitätseigenem Kühlschrank. Für Nachfolger, Schal ist auch in Indien nützlich. Jedenfalls wurde uns eingängig die Theorie aller Religionen vorgetragen. Wen‘s interessiert...“jfgi“ (Urban Dictionary please).
Wiedermal wurde dann unsere „Freetime“ durch die Projektvorbereitung ersetzt. „Kein Ding“, wer brauch schon Pausen....Studenten anscheinend nicht.
15:30Uhr: Briefing beanschlagt von Mr. Vedantan. Nachdem sich alle mit ihrem Projekt bemühten kam es hier zu geringfügigen Verzögerungen unter den Studenten. Das musste auch ein Dozent erschrocken feststellen, nachdem er sich um 15:45Uhr zu diesem bemühte. Für diese bodenlose Enttäuschung durch die Studenten blieb ihm auch nur ein müdes Kopfschütteln übrig... Das Briefing wurde innerhalb von 5 Minuten durchgezogen und ab zum Bus. Es waren inzwischen auch alle Studenten UND auch alle Mitglieder der „Over-my-Law“-Klasse eingetroffen.
16:00Uhr: Ab zum Bus...immernoch pünktlich. Wow, die Regentschaftsrechnung geht auf. Also über Schlaglöcher und Gerümpel hinweg gen Aegis-Callcenter. Wirklich super gestaltete und vorgetragene Präsentation von Josef B., Senior Manager (falls wir nicht irren). Leider, wie es zudem auch Josef auffiel, schien sich unsere gesamte Führungsriege nicht sonderlich für seine Ausführungen zu interessieren. Zugegeben, es war ein sehr sehr langer Vortrag. Das sollte aber dennoch kein Grund sein, als Repräsentant „von 80 Millionen“, vor dessen Nase, auf dem Stuhl die Fötusstellung einzunehmen, damit man es noch bequemer hat beim Schlafen. Also „EINFACH MAL MITDENKEN!!!“ und zusammenreißen. Auf weitere Fragen der Studenten im Anhang des Vortrags, konnte man sich natürlich auch nicht davon abhalten seine Langeweile Preis zu geben. Aber solange man Studenten was über Pünktlichkeit, Erscheinung und Auftreten erzählen kann passt ja alles....
Josef und seine Kollegen führten uns noch durch die Abteilungen, um Einblicke in die praktischen Ausführungen zu geben und weiter Fragen zu beantworten. Verständlicherweise nur die Low-Security-Abteilungen, u.a. AOL-Germany-Chat-Support. Lustige Sache.
Wir liessen uns noch von den Dozenten überreden vor Ort in einem der Hauseigenen Restaurants zu essen. Passender Weise wurde diesen das Essen auch früh genug serviert, dass diese einen Studenten, dessen Essen erst ganz am Schluss serviert wurde, noch auffordern konnten entweder schneller zu essen, oder sich das Essen doch einpacken zu lassen. Wiederrede? Nö. Dann macht man einfach mal auf Chef und sagt der Bedienung Bescheid.
Unser Busfahrer lies sich natürlich wieder nicht lumpen mit Vollgas über jeden Speedbumper und Schlagweg nur so hinweg zu fliegen. Also ein Hoch auf unseren Busfahrer...!!! Durch dessen Fahrkünste erreichten wir die CU um 12 Uhr.
Zeit genug unseren Blog auf den neusten Stand zu bringen und die Aussicht über den Dächern von Bangalore zu genießen. Nun aber gute Nacht.

Dienstag, 23. Februar 2010

22.02.2010 (Bangalore - Christ University - Infosys)

Pünktlich um 6:30Uhr erreichten wir den Frühstückssaal, im Gegensatz zu dem ganzen Rest, ganz zu schweigen von dem Führungsstab, welcher sich pünktlich zur Abfahrtszeit im Frühstückssaal einfand. Natürlich gefolgt vom, durch langjahrige Erfahrung geschultem Medizinmann, welcher zu seiner Indienreise, neben Pflastern, auch Mullbinden mit sich führt. Davon aber einen ganzen Koffer voll (Erfahrungsgemäß ist der Bedarf an Durchfallmitteln in diesen Ländern schwindend gering).
5 Minuten nach geplanter Abfahrtszeit erfuhren wir letztlich von einer vorausgehenden Präsentation des Tätigkeitenbereichs und Erfolgs der Firma Infosys. Diese wurde von einem Professor der CU sehr informativ vorgetragen. Schließlich gesellte sich die Gesellschaft in Begleitung 2er Studenten der CU und des besagten Professors zu dem wartenden Bus, welcher uns innerhalb von eineinhalb Stunden zum Infosys-Firmengelände bringen sollte. Der Busfahrer, son of a gun, wiedersetzte sich jeglichen Regeln der Zeit und des Raums und brachte es fertig uns in 15-20 Minuten dort hin zu bringen. Dadurch etwas verdaddert und verzögert durch erneute Personalausweiskontrollen (auch ohne Ausweis okay) begaben wir uns schließlich in den Hochsicherheitstrakt, genannt Infosys (Kameras waren hier leider nicht erlaubt, aber ein Schnappschuß des Wachschutzes durch spionagemäßige, ausgefeilte Kniffe gelang).
Wir wurden dort sehr herzlich empfangen und in den Conference-Room geleitet, wo uns eine erneute Einführung in Infosys‘ Tätigkeitenbereich etc. präsentiert wurde. Alles in allem sehr antuend. Man gerät glatt in Versuchung sich dort zu bewerben, wäre da nicht noch der Faktor Gehalt, mit dem man in westlichen Ländern nicht wirklich was starten kann. Ansonsten google-ähnliche Zustände. Zu alledem bemühte sich der COO zu uns, dessen Name uns leider nicht im Gedächtnis geblieben ist...Google hilft bestimmt.
Trotz seiner offensichtlich Geschäftigkeit und physischem Energiedefizits stellte er sich wacker unseren Fragen. Manche wurden auch einfach, ganz nach dem Prinzip „(I am the COO) I mainly care about not working projects“, abgeschmettert. Naja, manchmal sollte man auch mal „ein bisschen mitdenken“ - gelle.
Nun ja nach weiteren Daten, Fakten, Heldentaten, wurden wir in Golfcars durch das Firmengelände gefahren. Auch hier wurde der Zeitplanung ein Schnippchen geschlagen. Musste man die letzten drei Jahre noch durch das Firmengelände laufen, was folglich etwa 2-3 Stunden in Anspruch nehmen würde, benötigten wir lediglich fabulöse 15 Minuten. Tja, manche Dinge ändern sich neben Anderen eben doch! Wirklich, architektonisch, eine beeindruckende Tour. Es wird sich wirklich Mühe gegeben das Arbeitsklima durch einen überdurchschnittliche Campus-Atmosphäre aufzupeppen - neben einem Pool und diversen Sportfeldern bietet dieses Gelände also ziemlich viele Aktivitäten neben der Arbeit.
Leider war uns nicht die Möglichkeit gegeben, tatsächlich einen Einblick in das Firmengeschehen zu erlangen - Top Secret, Paranoia herrscht nicht nur in rollstuhlform im Bundestag oder im Sani-Mantel in Indien.
Durch den unangenehmen Zeitgewinn mussten wir uns also die Zeit um die Ohren hauen. Manche versuchten verzweifelt das Internet zu finden :P, andere erholten sich untätigerweise auf Ihren Zimmern, um sich wieder einer spannenden Busfahrt hinzugeben die mit einem Krankenrettungsdienstfahrzeug durch den Dschungel nicht hätte lustiger sein können. Ziel : Nobelrestaurant. Nur zu empfehlen, Name unbekannt, wird nachgeliefert.
After that: Free Time....oder auch nicht. Geplant war ein gemeinsamer Ausflug zur „Commercial Street“ um 17 Uhr. Um 16 Uhr wurden wir Drill-Instructor-mäßig aus unserem Schlaf gerissen um zu Erfahren, dass eine erneute Planänderung ein sofortiges Bearbeiten der Präsentation, gemeinsam mit den indischen Projektpartnern zu erfolgen hat.
Aus 17 Uhr wurde nach einer Stunde hektischer Bearbeitung und Planung der Präsentation erwartungsgemäß 18-19Uhr.

21.02.2010 (Seightseeing Tour Bangalore - Temple Besuche)

Nach einer nicht ganz pünktlichen Abfahrt, irgendwie so was um 8 Uhr morgens, wurden wir vom Bus abgeholt. Mit an Bord waren 2 MBA Studenten von der CU und natürlich ein kompetenter und lustiger Stadtführer. Mit dem Bus ging es quer durch Bangalore mit unserer ersten Anlaufstelle der Universität von Bangalore. Hier wurden einige Fotos aufgenommen (klickste - schauste). Mit dem Bus ging es dann wieder durch das etwas chaotische Treiben der Innenstadt. Allerdings muss man hier erwähnen, dass es Sonntag war und dadurch die Straßen etwas leerer waren. Unsere zweite Station war der ISCON Krishna Tempel - in dem wir natürlich keine Kameras mitnehmen durften. Die gesamte Anlage des Tempels war eher im heutigen Stil erbaut. Allgemein war der Tempel seltsam ausgestattet, mit der neusten Technik, Sicherheitsanlagen und im großen Tempelbau selbst waren Soundsysteme von Bose, was nach unserer Meinung ein wirklich seltsames Gesamtkonzept rüberbringt. Zu allererst allerdings mussten wir unsere Schuhe am Eingang des Tempels abgeben. Die Führung übernahm ein freiwilliger Anhänger des Kischara-Glaubens. Nach dem wir eine Tour durch den Tempel absolviert hatten - wurden wir in einen Konferenzsaal geführt, der eher an ein modernes Unternehmen erinnerte anstatt eines traditionellen Tempels. Im Raum wurde uns dann mordernes Marketing eines Glaubens vorgeführt - es lief ein zwanzigminütiger Clip für Kinder. Manch einer nutzte die Einlage für ein kleines Nickerchen (Namen werden nicht genannt).
Nach dem Besuch des ISCON Tempel fuhren wir auf direktem Wege zu dem größten Botanischen Garten Indiens, in welchem wir einen gemütlichen Spaziergang in der angenehmen Mittagssonne unternahmen. ;-)
Im Anschluss fuhren wir zu zwei Tempeln - Bulltempel und dem Ramakrishna Math.
Im zweiteren konnten wir den Ausführungen des dortigen Oberhauptes folgen, welche sich manch ein 18-jähriger, 3er-BMW Yuppie auch mal gönnen sollte.
Abends gingen wir zu einem kleinen italienischen Restaurant in der nähe der CU. Das Essen war ziemlich lecker, allerdings waren die Kosten für das Essen nicht gerade billig, gemessen an indischen Verhältnissen. Auf ein paar Pitcher Bier und Red Bull ging es weiter ins Purple Haze - in dem wirklich laute Musik lief, aber eine, wie wir fanden, super Stimmung herrschte. Gute Musik, nette Menschen und billige Preise für Getränke. Der Abschluss fand allerdings nicht ganz legal über den Dächern Bangalores statt - was wirklich zu einem lustigem Abschluss beigetragen hatte.

20.02.2010 Bangalore, Indien

Am Montag des 20ten Februar ging es mit dem ICE von Würzburg zum Frankfurter Airport.
Um halb 11 erreichten wir den FRAPORT, dort angekommen ging es direkt zum Check In Schalter und in den Pre-Duty Free-Bereich. Beim Durchschlendern durch die Stores trafen wir, im Airport-Liquor-Store auf unsere, vom Duty-Free-Fieber besessenen Dozenten. Ganz im Sinne der Gastgeschenke wurde eine Studenteneinheit zur Bewachung des persönlichen Hab und Guts abgestellt, sodass die Herrschaften mit der Beschaffung hochprozentiger Gastgeschenke die Belegschaft des Geschäfts in Bewegung halten konnten. 800 € (in Spendeneinheiten) später (in Zeitrechnungen gefühlte 30 Minuten) konnte man schliesslich die nächste Passkontrolle passieren um den tatsächlichen Duty-Free-Store zu sichten. Vollbepackt mit tollen Sachen warteten wir also auf Einlass zum Flieger. Spannender Flug: hinsetzen, chatten, trinken, essen, aussteigen.
Ankunft Bangalore:
Natürlich wurden die sorgfältige verteilten Check-In-Dokumente von manch einem konsequent missachtet, woraufhin man sich natürlich auch dem verunsicherten Ausfüllen des Englisch-sprachigem Formulars widmete. Zum Glück behinderte man dadurch nicht die restlichen Ankünftlinge, hinter denen man sich manierlich deutsch anstellen durfte, wäre man nicht schon auf Indien eingestellt und würde sich anstellen wo man denn gerade wolle.
Zeitersparnis gleich Null, befindet sich auf dem kleinen Schmierzettel ein kleiner Makel, muss man den kleinen Wegwerfzettel umgehend neu ausfüllen. Ab hier kommt einem der Verdacht, dass indische Kontrollzwänge doch sehr den chinesischen ähneln. Passiert man nämlich diese Passkontrolle, folgt 3 Meter später die nächste, danach Gepäckausgabe, gefolgt von evtl. Zollkontrollen.
Für die Raucher: Ja, man muss das Flughafengelände komplett verlassen um der Sucht zu frönen. Andernfalls läuft man Gefahr sich verwunderten und amüsierten Blicken Einheimischer auszusetzen. Ein freundliches Lächeln hilft.
Vom Airport Bangalore, welcher wirklich wunderschön ist und eine moderne Architektur beherbergt, wurden wir von einem Bus, der wohl die größten Blattfedern aller Zeiten hatte zur Christ gebracht.
Speedbumber wurden einfach überfahren und wir kräftig durch die Nacht geschüttelt. Nach knapp 45 Minuten Fahrt sind wir auf dem Campus angekommen. Nach einigen Minuten des Check Ins konnten wir unsere Zimmer beziehen, in unserem Beispiel ist das ein Zimmer aus zwei Schlafzimmern mit jeweils zwei Betten und einem im Vergleich viel zu Großen Vorzimmer. Die Bäder hätte man größere dimensionieren können aber sind vollkommen okay. Immerhin ordentlich und super... such a nice place to sleep. Nach dem die Koffer ausgepackt und die Kleidung in dem nicht all zu großen Kleiderschrank verstaut wurde, sind alle todmüde ins Bett gefallen. Allerdings weckte uns nach einer Stunde schlaf eine Glocke (fünf Uhr morgens) bei der man dachte man schläft direkte unter ihr. Wir sind gespannt ob wir heute Nacht die gleiche zu hören bekommen. (So jetzt beschwerte sich gerade noch Christian dass ihr Licht und ausversehen den Vent ausgemacht habe - nun ja verschlafene Mannschaft hier). Tja weiter zum Tagesablauf, nach dem wir nicht gerade viel geschlafen haben - manche auch gar nicht, weckte uns das Lärmen des Weckers gegen 9 Uhr. Nach einigem hin und her wälzen im Bett sind wir dann doch noch rausgekommen und haben uns unserer Lunch/Breakfast Packet geholt. Auf unserem Zimmer verspeisten wir dieses relativ schnell. Tja und dann hieß es sich auch schon schick machen für die anstehenden Aktivitäten. Sprich Anzug und Co. - modest formal, wie es hier so schön heißt. Probleme gab es leider nur mit den Krawatten für diese, die sie nicht schon in Deutschland gebunden haben bzw. binden lassen haben ;-) Aber auch diese Hürde wurde gemeinsam und mit dem ein oder anderen App gelöst. Hoch leben die Technik!!!!
Als erstes gab es für uns einen Blütenkranz und eine Art Weihung bzw. Begrüßungsritual von indischen Studenten. Anschließend hörten wir uns zwei Vorträge der Professorin des International Offices an. Zuvor, allerdings, konnten wir uns über die musikalische Ader der Inder, in Form eines kleinen Tanzes, überzeugen lassen, welcher sehr überzeugend war und einer Art Folk feat Chor Einlage glich. Um 13 Uhr gab es Lunch und noch ein paar Probleme mit der Deutsch - Englisch - Indischen Verständigung bei der Einrichtung von WLAN Netzwerken. Hoch lebe die Technik!!! ;-)
Nach dem Lunch wurden wir in kleine Gruppen über den wirklich schönen Campus der CU geführt. Jede Uni sollte Palmen auf ihrem Campus haben - vorallem die FH!!! Wir wurden von Masterstudenten im letzten Semester rumgeführt, die Würzburg im letzten Jahr besuchten - was für viel Gesprächsstoff sorgte. Nach etwa 1,5 Stunden Führung über den Campus und einigen Gebäuden sind wir in die große Mall gegangen. Die erste Überquerung der vierspurigen Straße direkt vor der CU sorgte für erste Schrecken und Schmunzlern auf unseren Gesichtern. Unterschätzen darf man den Verkehr hier wirklich nicht, die unzähligen Warnhinweise sind zurecht wiederholt gesagt worden.
Die Mall wirkte eher wie eine in Mall in den USA und nicht in Bangalore - man hatte jedenfalls nicht den Eindruck in Indien zu sein. Im Inneren wurde Standesgemäß von uns erstmal ein Kaffee getrunken, was sollten Informatiker auch sonst machen. Man findet hier unzählige Geschäfte und kleinere Foodstationas. Allerdings wirklich günstiger als deutsche Preise sind bisher nur die Levis Jeans - diese aber dann deutlich. Woran das wohl liegt...
Nachdem wir alle Shops gesichtet hatten, entschieden die wirklich überaus freundliche und zuvorkommenden Masterstudenten der CU uns zu einem ihrer local Spots zu bringen, in dem sie nach langen, harten Tagen in der Uni entspannten. Maccho war ein wirklich super tolles Kaffeehaus in dem wir mit den Studenten über Ihre Zeit in Deutschland redeten, unsere Erfahrung austauschten und einfach eine wirklich angenehme und tolle Unterhaltung führten. Die indische Freundschaftspfeife wurde auch geraucht - Shisha. Allerdings gabe es auch Blue Mountain Kaffee - dem konnte ich natürlich nicht entsagen. Das Lokal war sehr liebevoll und farbenfroh eingerichtet und lud zum chillen und relaxen einfach nur ein!!! Vielen Dank nochmal an Rangar, Meetha und Doopa...!!!
Wir hoffen, dass wir noch etwas Zeit mit Ihnen verbringen können - jedenfalls Nummern und E-Mail Adressen haben wir schon mal getauscht.
Um halb Sieben ging es wieder actionmäßig mit dem Tuk-Tuk zurück zur Mall in der wir unsere Dinner hatten - was wirklich lecker und vor allem günstig war.
Am Abend wurden Maurice und Ich noch von unseren Projektpartner Rahul und Karan an der CU Überrascht - mit Ihnen sind wir noch zwei SIM Karten besorgen gegangen. Thanks Guys! So viel zur Vorstellung der limitierten Sim-Karten pro Einheimischem...
Über unsere kleinen Geschenken haben Sie sich sichtlich gefreut - wir hoffen es schmeckt euch auch... mir zwar nicht, aber das heißt ja nichts!!! Not normal.. :-)
Die Lobby der CU haben sich unsere Studenten mit Ihren Notebooks gesichert und versuchten alle eine Verbindung mit dem WLAN hinzubekommen, was an manchen Stellen geklappt hat, an anderen aber eher nicht so. Mac nP ;-)

So nun ist es spät und ich werde mal schlafen gehen... good night and good luck.
Tomorrow Sightseeing Tour Bangalore... looking forward.

Mittwoch, 17. Februar 2010

Test

Hallo das ist ein Test


- Posted using BlogPress from my iPhone